Ein- und Vielzeller


Gliederung

  • Einzeller
  • Vielzeller
  • Vom Einzeller zum Vielzeller
    • Beispiel


Einzeller


Einzeller sind Organismen, die nur aus einer einzigen Zelle bestehen, und besitzen alle zum Leben notwendige Fähigkeiten, also Stoffwechsel, Fortpflanzung, Wachstum, Reizbarkeit und Bewegung. Zu ihnen zählen beispielsweise Augentierchen (Euglena) und Pantoffeltierchen (Paramecium).

Vielzeller


Bei vielzelligen Organismen kommt es im Laufe ihrer Individualentwicklung zu einer Differenzierung der Zellen und zur Arbeitsteilung. Sie können also nicht alleine exisiteren.

Vom Einzeller zum Vielzeller


Die Einzeller sind geschichtlich älter, daher geht man davon aus, dass eine Entwicklung vom Einzeller zum Vielzeller hin stattgefunden hat. Dies kann man anhand eines Beispiels darstellen:

Beispiel: Die Entwicklung von der Grünalge zur Kugelalge


  • Grünalge (Chlamydomonas)
  • Mosaikgrünalge (Gonium)
  • Zellkolonie (Eudorina)
  • Kugelalge (Volvox)

Grünalge Chlamydomonas
Sie besitzt ähnliche Organellen wie das Augentierchen. Ihre Zellwand ist jedoch zusätzlich noch von einer Gallertschicht umgeben. Wenn sich die Grünalge ungeschlechtlich vermehrt, entstehen durch die zwei Teilungsschritte vier Tochterzellen. Diese bleiben solange beieinander bis die Gallerte sie freigibt und sie sich trennen.

Mosaikgrünalge Gonium
Sie besteht jetzt aus 16 Zellen, jede von ihnen sieht aus wie die Zelle einer Chlamydomonas. Da die Zellen in einer Gallertplatte zusammen liegen, ist ein Stoffaustausch zwischen ihnen möglich. Die Zellen sind zu gemeinsamen Leistungen fähig, wie z.B. Schwimmen in eine Richtung. Dieser Zusammenschluss von gleich gestalteten Zellen wird als Zellkolonie bezeichnet. Selbst wenn diese Zellen voneinander getrennt würden, wäre jede einzelne Zelle für sich lebensfähig. Sie kann wieder eine neue Kolonie bilden, indem sie sich teilt.

Zellkolonie Eudorina
Hier ist die Gallerthülle kugelförmig und enthält nun 32 Zellen. Die Spezialisierung der Zellen in der Zellkolonie schreitet voran, es sind kleine Unterschiede in der Größe des Augenflecks und der Einzelzellen zu erkennen.

Kugelalge Volvox
Es liegen jetzt mehrere chlamydomonasähnliche Zellen vor, die eine Hohlkugel bilden, bei der die Einzelzellen durch Plasmadrücken miteinander verbunden sind.
Zwischen den Zellen kommt es zu einer echten Arbeitsteilung. Die für die Fortbewegung und Ernährung zuständigen Zellen sind nicht teilungsfähig, während die deutlich größere zu Fortspflanzungszellen spezialisierte Zellsorte sich teilen kann und bei einer ungeschlechtlichen Vermehrung im Inneren der Mutterkugel kleinere Tochterzellen bilden kann. Diese wachsen heran, gelangen aber erst dann ins freie Wasser wenn die Mutterkugel aufplatzt. Sie geht dabei zugrunde, jedoch ist der Tod der Mutterkugel die konsequente Folge dieser erläuterten Arbeitsteilung.
Das Besondere bei Volvox ist, dass sie ebenfalls zur geschlechtlichen Fortpflanzung fähig ist. Denn aus den Fortpflanzungszellen können sich auch Eizellen und Spermien entwickeln. Aus der dann befruchteten Eizelle, der Zygote, ensteht eine neue Volvoxkugel.